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wer-wir-sind

In der Waldschule Kinderhaus leben, lernen und arbeiten zur Zeit 250 SchülerInnen sowie 25 LehrerInnen und 2 sozialpädagogische Fachkräfte, unterstützt von 5 FörderschullehrerInnen mit unterschiedlichen Stundenkontingenten, 2 Lehramt-sanwärterInnen, Honorarkräften und PraktikantInnen.
Die Waldschule Kinderhaus wird bereits seit 1991 als Ganztagsschule mit mindestens 2 Pflichtnachmittagen und einem verlässlichem Betreuungsangebot bis 15.30 Uhr für alle Schülerinnen und Schüler von montags bis donnerstags geführt.
Seit Januar 2002 trägt die Waldschule Kinderhaus den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage im Rahmen des Projektes der Aktion Courage e.V. zur Förderung von Zivilcourage.

Respektvoll miteinander umgehen

Respektvoll miteinander umgehen, voneinander lernen und Verantwortung übernehmen, für sich und für andere – das sind Werte, die für das Zusammenleben an unserer multikulturell geprägten Ganztagshauptschule eine besondere Bedeutung haben.
Gleichzeitig sind sie sowohl Aufgabe als auch Voraussetzung des Unterrichts als Kern der schulischen Arbeit. Ob es um die Vermittlung von Fachwissen, die Entwicklung praktischer Fähigkeiten oder die Förderung der Persönlichkeit geht – Ziel ist letztlich unseren Schülerinnen und Schülern die gesellschaftliche Teilhabe auch über die Schule hinaus zu ermöglichen. Dabei arbeitet die Waldschule Kinderhaus mit außerschulischen Einrichtungen und – so weit möglich – mit den Eltern zusammen.

Ziele auf dem Weg nach vorne

Als Schule sind wir auf dem Weg. Damit wir uns dabei nicht im Kreis bewegen, behalten wir unser Ziel im Blick. Wir überprüfen, wie weit wir gekommen sind, erkunden gangbare Wege und stecken Schritt für Schritt kleine Ziele ab auf dem Weg nach vorne. Dieser Prozess der Evaluation ist eine wichtige Voraussetzung, um die Qualität von Unterricht zu sichern und zu entwickeln und als systematische Selbstreflexion Teil unseres professionellen Selbstverständnisses.

Die Bausteine unseres Schulprogramms sind:
Individuelle Förderung – Berufswahlvorbereitung – Soziales Lernen – Kulturelle Bildung

Individuelle Förderung

In der Waldschule gehen wir von der Individualität des Kindes aus, sehen die Kompetenzen eines Kindes und nehmen den jeweils nächsten Schritt der Entwicklung in den Lern- und Entwicklungsbereichen in den Blick. Besondere Bedeutung kommt hier der Aufgabe zu, einerseits die SchülerInnen auf die Abschlüsse der Sekundarstufe I vorzubereiten und andererseits in inklusiven Klassen sonderpädagogisch zu unterstützen. Engen Kontakt halten wir zur Geschwister-Scholl-Realschule und zum Geschwister–Scholl-Gymnasium und ermöglichen unseren leistungsstarken SchülerInnen den passgenauen Schulformwechsel.

Seit dem 1.8.2008 arbeiten wir als Netzwerkschule im Rahmen des Kompetenz-zentrums für sonderpädagogische Förderung (KsF) mit den angeschlossenen Förderschulen Uppenbergschule, Richard-von-Weizsäcker-Schule und Martin-Luther-King-Schule zusammen.

Die integrativen Lerngruppen stellen eine besondere Herausforderung dar: Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung sollen zu einem „selbstverständlichen Miteinander“ finden. Sonderpädagogik bemüht sich, dem Kind Hilfen zur Kompensation von Entwicklungsverzögerungen und Lernschwierigkeiten an die Hand zu geben. Ergänzt und unterstützt wird die Arbeit der SonderpädagogInnen durch die Arbeit der SozialpädagogInnen.

Wir begreifen das Kind als Subjekt seiner Entwicklung. Individuelle Förderung in diesem Sinne bedeutet, gemeinsam Stärken zu benennen, Lernwege transparent zu machen und zu dokumentieren. Förderplanung für den Schulalltag verstehen wir als einen Prozess, der Flexibilität und kritische Reflexion beinhaltet. Er setzt Teamarbeit und Kooperation der beteiligten Lehrer und Lehrerinnen notwendigerweise voraus. In fest terminierten Beratungen der Lehrkräfte werden die Leistungs- und Entwicklungsstände der Kinder gemeinsam reflektiert. In Zusammenarbeit mit den Kindern und den Eltern werden so Förderplanungen entwickelt, durchgeführt und evaluiert.

Berufswahlvorbereitung

Die Vorbereitung auf die Arbeitswelt, die Wahl des zukünftigen Berufes und die Hinführung zu einer Ausbildung sind ein bedeutendes Anliegen unserer Schule. Die Berufs- und Arbeitswelt verändert sich in hohem Tempo und führt zu einer Orientierungslosigkeit und Unsicherheit der SchülerInnen. Der Beratungs- und Orientierungsbedarf hinsichtlich der Berufswahl wächst. Es ist unser Ziel die Handlungskompetenz der SchülerInnen hinsichtlich der Berufswahlorientierung und der Berufswahl zu fördern und sie zu einer für sie sinnvollen Entscheidung zu führen.
Hierbei handelt es sich um einen langfristigen Entwicklungs- und Entscheidungsprozess, der an unserer Schule systematisch ab Klasse 7 unter Beteiligung der Fächer Arbeitslehre, Deutsch, Informatik und Wahlpflichtunterricht fächerübergreifend stattfindet. Eine intensive Vernetzung der Arbeit von LehrerInnen, sozialpädagogischen Fachkräften, Berufseinstiegsbegleitern und außerschulischer Institutionen wie Agentur für Arbeit, Berufskollegs und Betrieben soll uns helfen die Zielsetzungen der Berufswahlorientierung zu erreichen.

Neben berufsspezifischen Anforderungen erwartet die Arbeitswelt persönliche und soziale Kompetenzen von Schulabgängern/Berufsanfängern. Die Vermittlung dieser Schlüsselqualifikationen ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Begegnungen mit der Arbeitswelt, z.B. Praktika in den Klassen 8,9 und 10 in unterschiedlichen Formen, stehen dabei im Vordergrund.

Soziales Lernen

Im Sozialen Lernen geht es vor allem darum, Schülerinnen und Schüler in ihrer Kommunikationsfähigkeit zu stärken und die Konfliktfähigkeit zu schulen. Dazu sind Klassenrat, Gesprächstraining, Deeskalationstraining und Streitschlichtung Bestandteile des Schulprogramms. Dabei sind uns eine intensive Elternarbeit und die Vernetzung mit anderen sozialen Einrichtungen in der Stadt wichtig. Die sozialpädagogischen Fachkräfte unserer Schule sind AnsprechpartnerInnen für die SchülerInnen, deren Eltern, Erziehungsberechtigten und LehrerInnen bei besonderen Fragestellungen.
Als Mitglied im Programm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben wir uns zu einem jährlichen Projekttag bzw. Tagen mit entsprechender Thematik verpflichtet. Außerdem werden unsere Schülerinnen und Schüler bereits ab Klasse 5 in Wahl- und Pflichtkursen gefördert sowie durch eigenverantwortliches Ler-nen z.B. in Schülerkiosk, Mensa- und Frühstücksdienst, in der Schülerfirma beim Catering oder als Schulsporthelfer und Streitschlichter in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.

Kulturelle Bildung

Die Kulturelle Bildung ist seit Jahren ein bedeutendes Element unserer Schulent-wicklung, denn Kulturelle Bildung

- stärkt Schlüsselkompetenzen

- schafft starke Persönlichkeiten

- ermöglicht Teilhabe und Mitgestaltung

- hilft Vielfalt zu leben

- bewirkt anderes Lernen, öffnet neue Lernzugänge

Die Aufnahme von kulturellen Bildungszielen ins Schulprogramm und deren Umsetzung im Curriculum soll Kulturelle Bildung sicherstellen und der Benachteiligung Einzelner entgegenwirken.
Ein schulischer Kulturfahrplan wird an der Waldschule im Rahmen des Projektes „Kulturagenten für kreative Schulen“ entwickelt. Dabei wird auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen und Künstlern besonderer Wert gelegt. Wie internationale Studien zeigen, setzt der kreative Zugang zu Unterrichtsinhalten Potentiale zur Entwicklung emotionaler Intelligenz, sozialer Fähigkeiten – und zur Stärkung der gesamten Persönlichkeitsentwicklung frei. Das wollen wir durch die Aufnahme der kulturellen Bildung ins Schulprogramm für alle Fächer nutzen.
Im Schuljahr 2012/2013 arbeiten wir u.a. zusammen mit:

- Cactus Junges Theater

- Theater Münster

- Picasso-Museum

- Westfalia-Kinderhaus

- Bennohaus

Was Sie sonst noch über uns wissen sollten:

-Teilnahme am Modellprojekt „Selbstständige Schule“ von 2002 bis 2008

- Schulinspektion (heute Qualitätsanalyse) 2005 (Pilotschule)

- 2008/2009: Erste Schule in Münster mit 60-Minutentakt

- 2008 und 2009 erster Platz im Kinder zum Olymp!-Wettbewerb mit den Produktionen „Respekt“ und „Balance“, Endrundenteilnehmer 2011 und 2012 in fester Kooperation mit Cactus Junges Theater

- Regelmäßige Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, 2010 erster Preis für NRW

- 60 Jahre Menschenrechte 2008: Erster Platz im Wettbewerb der „Stiftung Lesen“ und „Amnesty International“

- Teilnahme am Projekt Bildungs- und Erziehungspartnerschaft der Serviceagentur „GANZTÄGIG LERNEN NRW“ 2009-2010

- Bestenehrung durch das Land NRW im November 2011

- Kooperation mit dem Symphonieorchester des Theaters Münster und vier anderen weiterführenden Schulen (Westside-Story 2010; Petruschka 2012)

- Teilnahme am Modellprojekt „Kulturagenten für kreative Schulen“ im Netzwerk mit der Geschwister-Scholl-Realschule und der Uppenbergschule gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Mercatorstiftung (2011-2015)

Download: Waldschule_Kinderhaus_wer_wir_sind.pdf (92kB)